WGM-Fachgruppe „Melken und Melktechnik“
Hans-Jürgen Rudovsky, Februar 2015

Einleitung

Die Melkanlagenforschung und -entwicklung ist bestrebt, das Sekretionspotential der Kühe möglichst vollständig und euterschonend zu nutzen. In hohem Maß wird der Milchertrag mit von einer stabilen Eutergesundheit bestimmt. Einerseits ist der Melkprozess von den physiologischen Eigenheiten der Kühe abhängig, andererseits eng mit physikalischen Gesetzen der Melktechnik verbunden. Dies betrifft speziell die Milchejektion und den Melkablauf, insbesondere die Bildung des Nachgemelks.
Kontrovers wird gegenwärtig über die Höhe des vertretbaren, im Euter verbleibenden Nachgemelks, die Notwendigkeit seiner Gewinnung und die Höhe der Abschaltpunkte diskutiert.

Diese für die Rentabilität der Milcherzeugung wichtige Frage stand im Mittelpunkt eines Projekts am Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie.

Die Ergebnisse sowie  Berechnungen für zwei verschieden große Beispielherden finden Sie im anhängenden Text, der von Renè Pommer verfasst und der WGM zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt wurde.

Der Workshop "Ursachenfindung bei erhöhter Keimzahl in Milchgewinnungsanlagen - Wissen und praktische Anwendung für Berater"

Ein Rückblick von Ingrid Model - AG Hygiene

Die Teilnehmer des Workshops beim Praxisteil im Versuchsbetrieb Grub (Foto: Edith Luttner)

Die veränderte Umrechnung der Keimzahlzählwerte am Bactoscan seit 1. Januar 2015  erinnerte viele Berater an das Erfordernis, sich zum Thema Keimzahl auf den aktuellen Wissensstand zu bringen. Das Interesse war so groß, dass wir zu dem ersten geplanten Workshop noch Weitere anboten.