AG Hygiene
Die Arbeitsgruppe Hygiene wird von Martin Spohr geleitet.
Mitglieder: Ingrid Model, Susanne Baumgart und H.-H. Francke. Daneben gibt es Projekt-bezogen zahlreiche Mitstreiter, die sich in unterschiedlicher Weise an den anstehenden Arbeiten beteiligen.
Sprecher: Dr. Martin Spohr
Die Ziele der Arbeitsgruppe konzentrieren sich auf drei wesentliche Bereiche:
- Zur Bewertung und Kontrolle von in der Praxis eingesetzten Hygienemaßnahmen werden Untersuchungsverfahren geprüft und ggf. neu entwickelt. Hierzu zählen Methoden zur Kontrolle der Melkzeugzwischendesinfektion, der Zitzendesinfektion und der Reinigung und Desinfektion von Melkanlagen.
- Ausgehend von den geprüften Untersuchungsmethoden werden verschiedene Hygienemaßnahmen auf Ihre Wirkung und Effektivität hin getestet. Dies betraf in der Vergangenheit insbesondere unterschiedliche Verfahren zur Melkzeugzwischendesinfektion und die Verwendung verschiedener Desinfektionsmittel. Zur Zeit werden unterschiedliche Dippmittel und deren Applikationstechnik auf die Häufigkeit von Strichkanalbesiedlungen geprüft.
- Die aus diesen Untersuchungen und aus der Literatur gesammelten Beratungsempfehlungen werden in Form von Veröffentlichungen und Seminaren den Beratern zur Verfügung gestellt. Beispielhaft sei hier das Intensivseminar zur „Ursachenfindung bei erhöhten Keimzahlen“ zu nennen, das durch eine 20seitige Anleitung ergänzt wurde.
Der Arbeitschwerpunkt „Kontrolle der Melkzeugzwischendesinfektion“ ist vorerst abgeschlossen. Die Methoden zur Wirksamkeitskontrolle sind geprüft, und auf dieser Grundlage wurde für die Beratung eine Methodenvorschrift erarbeitet.
In einem Halbeuterversuch wurde die Effektivität der Melkzeugzwischendesinfektion bestätigt.
Die Wirksamkeit der Zitzendesinfektion nach dem Melken ist anhand des Nachweises von Strichkanalbesiedlungen möglich. Mithilfe dieser Methode wird die Wirkung verschiedener Desinfektionskomponenten und Applikationstechniken geprüft. Untersuchungen zu diesem Bereich sind z.Zt. in Bearbeitung.
Der nächste Arbeitsschwerpunkt wird sich mit dem Einfluss unterschiedlicher Zitzenreinigungsverfahren auf die Häufigkeit von Umweltmastitiden beschäftigen. Erste Versuche zur Entwicklung einer Untersuchungstechnik sind in Vorbereitung.
Aktualisiert (Donnerstag, den 24. September 2009 um 08:12 Uhr)
AG Hygiene

