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Vorstellung der AG Hygiene
Die Arbeitsgruppe Hygiene wird von Martin Spohr geleitet. Ständige Mitglieder sind Ingrid Model
und Susanne Baumgart. Daneben gibt es Projekt-bezogen zahlreiche Mitstreiter, die sich in unterschiedlicher
Weise an den anstehenden Arbeiten beteiligen.
Die Ziele der Arbeitsgruppe konzentrieren sich auf drei wesentliche Bereiche:
1. Zur Bewertung und Kontrolle von in der Praxis eingesetzten Hygienemaßnahmen werden
Untersuchungsverfahren geprüft und ggf. neu entwickelt. Hierzu zählen Methoden zur
Kontrolle der Melkzeugzwischendesinfektion, der Zitzendesinfektion und der Reinigung und
Desinfektion von Melkanlagen.
2. Ausgehend von den geprüften Untersuchungsmethoden werden verschiedene Hygienemaßnahmen
auf Ihre Wirkung und Effektivität hin getestet. Dies betraf in der Vergangenheit
insbesondere unterschiedliche Verfahren zur Melkzeugzwischendesinfektion und die Verwendung
verschiedener Desinfektionsmittel. Zur Zeit werden unterschiedliche Dippmittel
und deren Applikationstechnik auf die Häufigkeit von Strichkanalbesiedlungen geprüft.
3. Die aus diesen Untersuchungen und aus der Literatur gesammelten Beratungsempfehlungen
werden in Form von Veröffentlichungen und Seminaren den Beratern zur
Verfügung gestellt. Beispielhaft sei hier das Intensivseminar zur „Ursachenfindung bei erhöhten
Keimzahlen“ zu nennen, das durch eine 20seitige Anleitung ergänzt wurde.
Der Arbeitsschwerpunkt „Kontrolle der Melkzeugzwischendesinfektion“ ist vorerst abgeschlossen.
Die Methoden zur Wirksamkeitskontrolle sind geprüft, und auf dieser Grundlage wurde für die Beratung
eine Methodenvorschrift erarbeitet.
In einem Halbeuterversuch wurde die Effektivität der Melkzeugzwischendesinfektion bestätigt.
Die Wirksamkeit der Zitzendesinfektion nach dem Melken ist anhand des Nachweises von Strichkanalbesiedlungen
möglich. Mithilfe dieser Methode wird die Wirkung verschiedener Desinfektionskomponenten
und Applikationstechniken geprüft. Untersuchungen zu diesem Bereich
sind z.Zt. in Bearbeitung.
Der nächste Arbeitsschwerpunkt wird sich mit dem Einfluss unterschiedlicher Zitzenreinigungsverfahren
auf die Häufigkeit von Umweltmastitiden beschäftigen. Erste Versuche zur Entwicklung
einer Untersuchungstechnik sind in Vorbereitung.