Start Download Verzeichnis „Analyse der Eutergesundheit auf einem Großbetrieb auf der Basis ...
Details für „Analyse der Eutergesundheit auf einem Großbetrieb auf der Basis ...
ObjektWert
Name„Analyse der Eutergesundheit auf einem Großbetrieb auf der Basis ...
Beschreibung

„Analyse der Eutergesundheit auf einem Großbetrieb auf der Basis einer betriebsei-genen Erfassung des somatischen Zellgehaltes in der Milch“

C. Brückner

Inhaltsverzeichnis
Verwendete Abkürzungen 6
1. Einleitung 7
2. Literaturübersicht 9
2.1 Gesetzliche Regelungen zur Milchhygiene 9
2.1.1 Milchverordnung 9
2.1.2 Milchgüteverordnung 10
2.2 Physiologie der Milchzellen 12
2.2.1 Polymorphkernige Leukozyten 12
2.2.2 Lymphozyten 13
2.2.3 Makrophagen 13
2.2.4 Nicht differenzierbare Zellen und Zellteile 14
2.2.5 Spezielle Zellen 14
2.3 Verfahren der Zellzahlerfassung 14
2.3.1 Sedimentbeurteilung 14
2.3.2 Indirekte Methoden 15
2.3.3 Indirekte Methoden über Hilfsmerkmale 16
2.3.4 Direkte Methoden 17
2.4 Kategorien der Eutergesundheit 18
2.4.1 Grenzwerte für Zellzahlen 18
2.4.2 Definitionen von Grundbegriffen zur Eutergesundheit 19
2.5 Einflussfaktoren auf den somatischen Zellgehalt 21
2.5.1 Mastitisauslösende Faktoren 21
2.5.1.1 Infektionserreger 22
2.5.1.2 Toxine und Traumata 24
2.5.2 Andere Faktoren 25
2.6 Ökonomische Aspekte 32
2.7 Genetik und Zucht 34
3. Material und Methoden 37
3.1 Der Versuchsbetrieb 37
3.1.1 Haltungsbedingungen 37
3.1.2 Abkalbungen 39
3.1.3 Leistungsniveaus und Zellgehalte bei
Milchleistungsprüfungen 39
3.1.4 Ergebnisse einer bakteriologischen Untersuchung 39
3.2 Datenerfassung 40
5
3.3 Datenaufbereitung 43
4. Ergebnisse 45
4.1 Methodenvergleich 45
4.2 Zellgehalt 46
4.2.1 Euterviertel 47
4.2.2 Alter 49
4.2.2.1 Altersstruktur der Versuchstiere 50
4.2.2.2 Zellzahlen getrennt nach Eutervierteln
und Laktationen 51
4.2.3 Saisoneffekt 56
4.2.4 Leistungen der vorangegangen Laktation 56
4.2.5 Leistungen der aktuellen Laktation 57
4.2.6 Genetik 60
4.3 Statistische Modelle 65
4.3.1 Modell 65
4.3.2 Weitere Modelle 68
4.3.2.1 Modell für den maximalen Somatic Cell Score 69
4.3.2.2 Modell für die erste Laktation 72
5. Diskussion und Schlussfolgerungen 76
5.1 Einordnung des Betriebes aufgrund der Daten aus
Milchleistungsprüfungen 76
5.1.1 Einsatzleistung 76
5.1.2 Gehalt an somatischen Zellen innerhalb der Einsatzleistung 78
5.2 Versuchsdaten und Ergebnisse 80
5.2.1 Methodenvergleich 80
5.3 Einflussfaktoren 81
5.4 Statistische Modelle 84
5.4.1 Modell 84
5.4.2 Weitere Modelle 86
6. Zusammenfassung 89
7. Literaturverzeichnis 91
8. Tabellenverzeichnis 97
9. Abbildungsverzeichnis 100
6
Verwendete Abkürzungen
Abb. Abbildung
AID Auswertungs- und Informationsdienst für Ernährung, Landwirt-schaft und Forsten e. V.
cm Zentimeter
DNA Desoxyribonukleinsäure
DVG Deutsche Veterinärmedizinische Gesellschaft e. V.
e. V. eingetragener Verein
HL hinten links
HR hinten rechts
kg Kilogramm
KNS Koagulase-negative Staphylokokken
Max Maximum
Max_SCS Maximaler Somatic Cell Score
Mio. Millionen
Min Minimum
ml Milliliter
MLP Milchleistungsprüfung
r Korrelationskoeffizient
RZM Relativzuchtwert im Merkmal Milchleistung
RZS Relativzuchtwert im Merkmal Somatischer Zellgehalt der Milch
SCS Somatic Cell Score (= Logarithmierter Zellgehalt)
VIT Vereinigte Informationssysteme Tierhaltung
VL vorn links
VR vorn rechts
ZZ Zellzahl

1
Einleitung
Die Milch ist eines der wenigen landwirtschaftlichen Erzeugnisse aus der tierischen Produktion, welches im Grunde von Natur aus ohne weitere Be- und Verarbeitung als Lebensmittel zum direkten menschlichen Verzehr geeignet ist.
Etwa ein Fünftel der in Deutschland erzeugten Milch wird als Trinkmilch verbraucht. Der Großteil wird jedoch zu den verschiedensten Milchprodukten (wie zum Beispiel Butter, Käse und Joghurt) weiter verarbeitet. Der Verbraucher stellt hohe Ansprüche an die Milch und deren Erzeugnisse. Sie sollen frisch, natürlich und schmackhaft sein, hy-gienisch einwandfrei und haltbar.
Aufgrund ihrer biochemischen Zusammensetzung zählen jedoch gerade Milch und Milchprodukte zu den besonders leicht verderblichen Lebensmitteln .Dies verlangt zwangsläufig besonders hohe Anforderungen an die Sicherung der Hygiene und Quali-tät bei der Gewinnung, der Behandlung, der Be- und Verarbeitung sowie im Lebensmit-telhandel bis hin zum Verbraucher.
Ein bedeutender Qualitätsparameter ist der Gehalt an somatischen Zellen in der Milch. Unter somatisch versteht man in diesem Zusammenhang, dass es sich um körpereigene Zellen aus dem Eutergewebe und aus dem Blut handelt. Der Zellgehalt in der Milch lässt somit als Bestandteil des unspezifischen Abwehrsystems im tierischen Organismus Aussagen über die Eutergesundheit zu. Nur gesunde Kühe mit gesunden Eutern können den Leistungs- und Qualitätsanforderungen gerecht werden.
Der Gehalt an somatischen Zellen in der Milch ist als Gütemerkmal in der Verordnung über die Güteprüfung und Bezahlung der Anlieferungsmilch (Milchgüteverordnung vom 9. Juli 1980, in der Fassung der 6. Änderungsverordnung vom 30.10.2003) defi-niert. Der Grenzwert, bei dem der Landwirt den vollen Grundpreis für seine abgelieferte Milch erzielt, liegt derzeit bei 400.000 Zellen/ml Herdensammelmilch. Die Milch ist verkehrsfähig, wenn die Zellzahl unter diesem Grenzwert liegt. Eine Vorraussetzung für die hygienische Unbedenklichkeit und die Qualität der aus der Rohmilch erzeugten Pro-dukte wird somit erfüllt. In Thüringen zum Beispiel lag der durchschnittliche Zellgehalt 2003 und 2004 bei etwa 228.000 Zellen/ml Milch (TVL, 2004).
Ein wichtiger Aspekt aus tierschutzrechtlicher Sicht ist die Tiergesundheit. Aus diesem Grund werden niedrige somatische Zellgehalte als Kennzeichen eines gesunden Euters angestrebt.
Von den Eutergesundheitsstörungen zählen Entzündungen der Milchdrüse (Mastitiden) zu den am häufigsten auftretenden Erkrankungen bei Hochleistungskühen. Mastitiden
8
sind in der Regel mit hohen Behandlungskosten verbunden. Einnahmeverluste entstehen durch den Milchleistungsabfall und die Wartezeiten aufgrund von Ablieferungssperren für Milch von Tieren, die mit Medikamenten (vor allem Antibiotika) behandelt wurden. Aus diesem Grund haben die Milchproduzenten großes Interesse an einer frühzeitigen Erkennung von erhöhten Zellgehalten in der Milch.
Die Firma DeLaval hat ein tragbares Zellzahlmessgerät entwickelt, mit dessen Hilfe es für den Milcherzeuger möglich ist, den Zellgehalt der Herdensammelmilch, des Ge-samtgemelks eines Einzeltieres oder des Viertelgemelks selbst zu erfassen. Der Herstel-ler empfiehlt dieses Messgerät vor allem zum Auffinden subklinischer Mastitiden. Bei dieser Mastitisform sind noch keine Symptome in Form von Flocken, Rötung, Schmerzempfindlichkeit, Wärme oder Schwellung der Milchdrüse sichtbar und eine Infektion ist nur über einen erhöhten Gehalt an somatischen Zellen in der Milch nach-weisbar. Der so genannte „DeLaval Cell Counter DCC“ zeichnet sich durch eine einfa-che und schnelle Handhabung aus.
In einem Thüringer Milchviehbetrieb wurde das Messgerät fast ein Jahr lang im prakti-schen Einsatz getestet. Es diente der betriebseigenen Erfassung somatischer Zellgehalte in Viertelgemelksproben von Frischabkalbern. Die Tiere wurden in der Regel am dritten Laktationstag beprobt. Anhand der gemessenen Zellzahlen konnten auffällige Tiere, das heißt solche mit erhöhten Zellgehalten, erkannt und gleich behandelt werden.
Gegenstand dieses Projektes war die Auswertung der vom Versuchsbetrieb erfassten Daten. Die Besonderheit liegt hierbei in der sehr genauen, viertelspezifischen und früh-zeitigen Erfassung des somatischen Zellgehaltes. Bevor dieses Gerät im Versuchsbe-trieb eingesetzt wurde erfolgte die erste Zellzahlbestimmung in der Frühlaktation bei der ersten Milchleistungsprüfung. Jedoch nicht viertelspezifisch, sondern nur für das Gesamtgemelk eines jeden Tieres.
Ziel des Projektes war es zu untersuchen, inwiefern sich der „DeLaval Cell Counter DCC“ zur Zellzahlbestimmung in einem Milchviehbetrieb eignet. Außerdem wurde analysiert welche Tiere im Hinblick auf die Eutergesundheit Probleme bereiten und von welchen Faktoren der Gehalt an somatischen Zellen wenige Tage nach der Abkalbung signifikant beeinflusst wird. Der Versuchsbetrieb stellte aktuelle Daten seines Manage-mentprogramms (zum Beispiel Ergebnisse von Milchleistungsprüfungen) zur Verfü-gung. Außerdem waren für den Großteil der beprobten Tiere die Relativzuchtwerte ihrer Väter vom VIT erhältlich. Dadurch war es möglich genetische Einflüsse auf den soma-tischen Zellgehalt der Frischabkalber zu untersuchen.

 

Dateigröße849.88 kB
Dateityppdf (Dateityp: application/pdf)
Erstelleradmin
Erstellt am 26.08.2009 11:27
Zugriffe1415 Zugriffe
Zuletzt geändert 26.08.2009 11:29
Homepage
AutorC. Brückner
Download Anzeigen


Zurück