| Beschreibung | 1 Wechselwirkungen von LactoCorder und nachgeschalteten Milchmengenmessgeräten D. Ordolff, Milchforschung, Kiel, FAL, Braunschweig 1. Einleitung Für Beratungszwecke werden LactoCorder häufig fest installierten Milchmengenmessgeräten vorgeschaltet. Es ist bekannt, dass die Strömungsprofile des Milch- / Luftgemisches und Lufteinlass die Messgenauigkeit von Milchmengenmessgeräten beeinflussen können. Zur Klärung dieser Frage sollten die Untersuchungen an vier ICAR-anerkannten Milchmengenmessgeräten unterschiedlicher Konzeption im melktechnischen Prüfstand der FAL beitragen. 2. Versuchsanstellung Messverfahren der untersuchten Geräte: Zählung von Volumeneinheiten, schwimmergesteuert (Favorit) Zählung von Volumeneinheiten, elektrodengesteuert (Fullflow) Integration von Milchfluss über Zeit, gewichtsabhängig (Flomaster) Integration von Milchfluss über Zeit, volumetrisch (Metatron) Randbedingungen: Frische Milch, unmittelbar aus der Melkanlage zugeführt Milchableitung in Melkeimer bzw. Recorder Milchfluss zwischen ca. 1 und ca. 6 kg/min Vakuum: 50 kPa Lufteinlass: 8l/min Pulsierung: simultan, 60 Takte/min, 60% Saugphase Geräte nicht speziell justiert
2 3. Ergebnisse Favorit Fullflow Flomaster Metatron Metatron o.P. ohne Lactocorder Anzeigefehler (%) -0,89 -1,61 -0,15 -0,23 4,93 Standardabw. (%) 1,29 0,57 0,40 5,92 1,55 mit Lactocorder Anzeigefehler (%) -2,12 0,46 0,06 3,64 4,71 Standardabw. (%) 0,99 0,52 0,63 1,27 0,95 4. Schlussfolgerungen Die Untersuchungen haben gezeigt, dass zwischen LactoCordern und nachgeschalteten Milchmengenmessgeräten Wechselwirkungen unterschiedlichen Ausmaßes auftreten können. Das Messprinzip scheint dabei einen geringeren Einfluss zu haben als die konstruktiv bestimmte Empfindlichkeit gegenüber Veränderungen des Milchflussprofiles und zusätzlichem Lufteinlass. Diese Zusammenhänge müssten in weiteren Untersuchungen analysiert werden. |