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Details für Klauenhygiene
ObjektWert
NameKlauenhygiene
Beschreibung

Workshop: Klauenhygiene
Dr. Peter Heimberg
Tiergesundheitsdienst der Landwirtschaftskammer NRW
Klauengesundheit und Eutergesundheit?
Die Eutergesundheit steht in 2 engen Verknüpfungen mit der Klauengesundheit: Einerseits können
stark verschmutzte Klauen direkt den Keimdruck im Melkumfeld erhöhen, andererseits führen
Klauenerkrankungen allgemein zu einer Belastung und somit Schwächung des Immunsystems der
Kuh, wodurch sie für jedwede Mastitis-Erreger natürlich anfälliger wird. Ziel muss deshalb sein, die
Klauen sauber und gesund zu halten.
Klauenhygiene / Sauberhalten des Unterfußes
Beim Stichwort Klauenhygiene wird meistens vor allem an Klauenbäder gedacht. Diese können
zwar ein wichtiger Baustein eines Hygienekonzeptes sein, wenn sie fachgerecht angewendet
werden, bieten aber als Einzelmaßnahme nur selten befriedigende Lösungen. Sie werden nur
dann eine Prophylaxe bieten, wenn die Zielorgane, Horn und vor allem Haut am Unterfuß,
entsprechend so sauber sind, dass sie von den pflegenden oder desinfizierenden Wirkstoffen auch
erreicht werden können. Dazu bedarf es einerseits einer sinnvollen Gestaltung und Betreuung der
Laufflächen wie auch der Liegeflächen, andererseits ist auch die Form der Klaue, maßgeblich die
des Zwischenklauenspaltes, von großer Bedeutung für die Verschmutzung des Unterfußes.
Klauenpflege und Selbstreinigung
Größter „Schmutzfänger“ am Unterfuß ist der Zwischenklauenspalt. Zu enge Zwischenklauenbereiche
oder nicht ausreichend geglättete Wände in dieser Region führen dazu, dass
eingetretener Schmutz den Zwischenklauenspalt nicht wieder verlassen kann. Unter den
Schmutzschichten (aus Erde, Kot und Streu) bilden sich semianaerobe Milieus aus, in denen
diverse pathogene Keime hervorragend gedeihen. Das Anlegen der Hohlkehlung als steiler,
glattwandiger Trichter bis in die Tiefe des Zwischenklauenspaltes hinein verhindert, dass sich
Schmutz dort festsetzt und ist als wichtiger Faktor der Selbstreinigung anzusehen.
Klauenpflege und allgemeiner Gesundheitsstatus
Als häufigste Klauenerkrankungen sind heute die meistens chronisch ausgebildeten verschiedenen
Reheerscheinungen anzusehen. Ursächlich kommen neben mechanischen Insulten
Stoffwechselstörungen in Frage (Pansenacidose), die massiv das Immunsystem einer Kuh be-.

lasten. Auch anderweitige schwerwiegende Entzündungen kommen als Auslöser in Frage. Im
Verlauf stellt die Klauenrehe dann die Weichen für das Auftreten diverser anderer Klauenerkrankungen.
Rehegeschehen müssen deshalb bei der Klauenpflege und auch in der Zeit
zwischendurch erkannt werden, um sie als Hinweis auf Immunitätsdepressionen werten zu
können.

Dateigröße88.67 kB
Dateityppdf (Dateityp: application/pdf)
Erstelleradmin
Erstellt am 27.07.2009 10:38
Zugriffe329 Zugriffe
Zuletzt geändert 27.07.2009 10:39
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AutorDr. Peter Heimberg
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