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Details für Reinigungsverfahren von Melkanlagen aus technischer Sicht und Kontrollmöglichkeiten
ObjektWert
NameReinigungsverfahren von Melkanlagen aus technischer Sicht und Kontrollmöglichkeiten
Beschreibung


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Workshop: Reinigungsverfahren von Melkanlagen aus technischer Sicht und Kontrollmöglichkeiten
Uwe Osthues
WestfaliaSurge GmbH
Einpfropfensystem als Reinigungsphilosophie für größere Melkleitungen (Uwe Osthues)
Durch den massiven Strukturwandel in der Milchviehhaltung werden in den nächsten Jahren die
eingesetzten Melksysteme immer größer werden. Melkstände mit mehr als 20 Melkplätzen sind
keine Ausnahme mehr. Dementsprechend sind die Anlagendimensionen für einen raschen
Milchtransport und gesicherter Vakuumversorgung ausgelegt. Dies bedingt eine Weiterentwicklung
der Reinigungstechnik, damit hygienisch einwandfreie Milchleitungen gewährleistet werden. Ein
Weg ist das Einpfropfensystem, das in verschiedenen Reinigungsphasen eine exakt dosierte
Menge an Wassersäulen mit entsprechender Geschwindigkeit Zyklusweise durch die zu
reinigenden Anlagenteile schickt.
Pfropfenbildung:
Was während der Melkphase verhindert werden muss, muss bei der Reinigung sichergestellt sein.
Während des Melkens verursachen Milchpfropfen unerwünschte Vakuumschwankungen im
Melksystem, die für das Melken schädlich sind.
In der Reinigungsphase allerdings gilt es eine perfekte Reinigung und Desinfektion aller milchführenden
Teile für eine saubere, keimarme Rohmilch zu erzielen. Dazu müssen alle milchführenden
Anlagenteile vollständig benetzt werden. Nur durch gezielt eingesetzte Wasserpfropfen
kann die Wandung rundherum einwandfrei gereinigt werden. Ziel ist es, neben der Keimabtötung
auch ein belagfreies Reinigungsergebnis zu erzielen. Erst wenn sichergestellt ist, dass im
Reinigungsvorgang jeweils nur ein Wasserpfropfen das Leitungssystem durchströmt, kann sich die
volle Wirksamkeit der Mechanik entfalten.
Das Einpfropfensystem setzt auf eine gezielte Durchströmung des Melkleitungssystems mit nur
einem Wasserpfropfen pro Zyklus. Die Geschwindigkeit beträgt 7-10 m/s. Im Hauptspülgang
werden bei einer Phasenlaufzeit von 8 – 10 Minuten 25-30 Wassersäulen erzeugt. Die periodische
Steuerung dieses Vorganges übernimmt ein elektronisch geregelter Luftinjektor.
Erst die gezielte Steuerung dieser Vorgaben ergibt ein Reinigungsergebnis auf hohem Niveau.
Damit der Prozess abgesichert funktioniert, sind die Vorgaben des Einpfropfenkonzeptes zu
überprüfen. Es gelten bei diesem Verfahren die gleichen Grundregeln wie bei jedem anderen
Spülverfahren auch. Es ist Sicherzustellen, dass Temperatur, Zeit und Chemie im richtigen
Verhältnis eingesetzt werden, um ihre volle Wirksamkeit im Reinigungsprozess zu gewährleisten.

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Neben den vorher genannten Kenndaten lässt sich beim Einpfropfenprinzip auch die mechanische
Wirksamkeit überprüfen. Dies geschieht durch den Einsatz eines Vakuummessgerätes mit zwei
möglichen Messpunkten. Die mechanische Wirksamkeit in einem Reinigungsprozess ist ebenfalls
von fundamentaler Bedeutung für das Reinigungsergebnis.
Vorgehensweise beim Überprüfen des Einpfropfensystems:
Die beiden Messpunkte werden jeweils links und rechts vom Milchabscheider abgegriffen. Somit
lassen sich die Vakuumverhältnisse am Leitungsanfang und dem Start des Pfropfens und am
Leitungsende, sprich am Ziel des Pfropfens messen.
Aus den Messergebnissen lassen sich verschiedene Informationen ablesen:
Vakuumverlauf an zwei
Messpunkten gemessen!
Ein Feld ist gleich
1 Sekunde in der
Breite und 7 kpa
in der Höhe
24 Meters (Leitungslänge) geteilt durch 2,75
Sekunden ergibt 8,8 Meter/ Sek.!
2.75 sec
Der erste Pfeil steht für den Anfang der
Wassersäule und der zweite für das Ende!
Vakuumdifferenz
Compass Plus
Das Einpfropfensystem ermöglicht es, dass der Prozess des Reinigungsvorganges noch besser
kontrolliert werden kann. Somit ist es ein kleiner Baustein die wirtschaftliche Seite eines Milchviehbetriebes
mit abzusichern.

Dateigröße153.22 kB
Dateityppdf (Dateityp: application/pdf)
Erstelleradmin
Erstellt am 27.07.2009 10:42
Zugriffe361 Zugriffe
Zuletzt geändert 27.07.2009 10:43
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AutorUwe Osthues
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