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Details für Stimopuls - die Vibrationsstimulation
ObjektWert
NameStimopuls - die Vibrationsstimulation
Beschreibung


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Stimopuls - die Vibrationsstimulation
Westfalia Landtechnik
Zu Beginn der 80er Jahre wurde dieses Stimulationsverfahren in langjährigen, wissenschaftlich
begleiteten Testreihen entwickelt. Ziel sollte es sein, das Anrüsten als Grundvoraussetzung für ein
vollständiges und zügiges Melken über die Melkmaschine automatisch durchführen zu können.
Zu dieser Zeit waren bereits einige andere Anrüstverfahren im Einsatz, die jedoch in ihren Ausführungen
sehr unterschiedlichen Zielsetzungen folgten. Sie zeigten aber auch die große Bandbreite
einer maschinellen Stimulation auf. Waren sie auf alle für den Bereich der Stimulation auszurichtende
Ansprüche ausgerichtet worden?
Wonach ist eine solche überhaupt auszurichten? Nur nach tierphysiologischen Gesichtspunkten?
Eine nur milchflussgesteuerte oder nur eine zeitgesteuerte Stimulation?
Nur eine Arbeitserleichterung des Melkpersonals mit umstrittenem Stimulationsergebnis?
Was muss alles berücksichtigt werden, um ein zufriedenstellendes Ergebnis für alle Seiten zu erreichen?
Ansprüche an das Verfahren
Aus dieser Fragestellung heraus wurden erst einmal die Ansprüche zusammengetragen, welche
an ein vollwertiges Stimulationsverfahren gestellt werden müssen.
 Die Handarbeit des guten Melkers zu jeder Melkzeit bei jeder Kuh vollwertig ersetzen.
 Ein vollwertiges Anrüsten der Kuh zu jeder Melkzeit über die gesamte Laktation, unabhängig
von der Anzahl der Laktationen einer Kuh.
 tierindividuelle Steuerungsmöglichkeiten.
 Bei unterschiedlichen Melkroutinen, z.B. langen Säuberungszeiten oder Predipping genügende
Variabilität behalten.
Sind damit alle Ansprüche formuliert? Für viele sind diese Punkte vielleicht ausreichend. Einen
besonders wesentlichen Bereich hat man hiermit immer noch nicht berücksichtigt: Dem Melker ist
immer wieder bewusst gemacht worden, dass das Ansetzen des Melkzeuges an ein nicht oder
nicht richtig vorbereitetes Euter zu einer falschen Positionierung der Melkbecher bzw. Zitzengummis
an den Zitzen führt. An den noch nicht melkbereiten und schlaffen Zitzen klettern die
Melkbecher/ bzw. Zitzengummis zu schnell nach oben. Diese falsche Positionierung führt zu einer
Iritation im Bereich des "fürstenbergschen Venenringes". Als Folge sind Störungen im Bereich der
milchableitenden Wege und damit geringere Milchflussintensitäten und ein höheres Nachgemelk

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bekannt. Warum soll also dieser nicht unwesentlich über den Erfolg des Melkens entscheidende
Punkt auch für die Melkmaschine gelten!
Richtige Positionierung der Zitzengummis beim Melkbeginn an jeder Zitze der Kuh
Verfahrenslösung
Aus der Summe der nun bekannten Ansprüche konnte so ein spezielles Stimulationsverfahren
entwickelt werden, welches ab 1982 unter wissenschaftlicher Begleitung mit über 500 Geräten
über mehrere Laktationen in der Praxis und seit 1987 unter dem Namen STIMOPULS vertrieben
wird.
Die physiologischen Anforderungen werden über die zeitgesteuerte Stimulationsdauer in
Kombination mit dem Anspruch eines möglichst geringen Abmelkens in der Stimulationsphase
realisiert. Dafür ist neben der Frequenz von 300 Z/min vor allem die Vakuumreduzierung im Melkbecherzwischenraum
auf nahezu 20 kPa geschaffen worden. Diese muss jedoch immer in
Kombination mit geeigneten, genügend weichen Zitzengummis gesehen werden. Denn über das
Zitzengummi erfolgt die vom Pulsator vorgegebene Stimulation als flimmernder, vibrierender,
taktiler Reiz auf die Zitze.
Das Zusammenspiel der erhöhten Pulsationsfrequenz und die Reduzierung des Pulsvakuums im
Melkbecherzwischenraum gegenüber dem Vakuum im Melkbecherinnenraum bringt gleichzeitig
3 positive Aspekte:
 Durch die geschilderte Vakuumdifferenz zwischen Melkbecherinnenraum und Melkbecherzwischenraum
zieht sich das Zitzengummi sofort zusammen, wenn eine Zitze im Zitzengummikopfbereich
eingelassen wird. Bei zusammengezogenem Schaftbereich ist somit ein
zu tiefes Eindringen der noch schlaffen und nicht melkbereiten Zitzen weitmöglichst ausgeschlossen.
Nach Ablauf der Stimulationsphase ist das Klettern der Zitzengummis an den
jetzt melkbereiten und somit prallen Zitzen nicht mehr möglich. Die zum schnellen und vollständigen
Melken so wichtige Positionierung der Zitzengummis ist damit sichergestellt.
 Durch ein Anlegen des Zitzengummis während der Stimulationsphase an die Zitzen, wird
eine sanftere Reizübertragung ohne ein Schlagen der Zitzengummiwandungen auf die
Zitzen realisiert. Ohne die Mitarbeit des Tieres kann keine automatische Stimulation erfolgreich
sein. So werden auch sensiblere Kühe "bei Laune gehalten" und durch das Verfahren
nicht negativ beeinflusst. Speziell bei Färsen hat sich dieser Punkt als sehr vorteilhaft
herausgestellt.

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 Der anhaltende Druck des Zitzengummis im Bereich der Zitzenkuppe verhindert ein zu
frühes und zu intensives Abmelken von Zisternenmilch in der Stimulationsphase. Damit
kann ein genügender Euterinnendruck aufgebaut werden, der wiederum die milchableitenden
Wege weitet und für ein schnelles und zügiges Melken sorgt.
Durch seine physiologische Eignung ist dieses Stimulationsverfahren auch bei mittlerweile deutlich
veränderten Rahmenbedingungen hinsichtlich Milchmenge und Milchflussintensitäten unverändert
einsetzbar. Der physiologische Anspruch einer zeitgesteuerten Stimulation ist immer noch gegeben.
Unterschiedliche Stimulationszeiten machen das Verfahren aber auch flexibel für tierindividuelle
und unterschiedliche Situationen während des Melkens. So kann die Melkperson, die durch eine
lange Eutervorbereitung z.B. durch lange Eutersäuberung oder durch das heute mehr und mehr
aufkommende Predipping gezielt reagieren und die Anrüstzeit anpassen.
Es wäre aber nun grundverkehrt, an dieser Stelle das Thema in dem Glauben abzuschließen, alle
Punkte sind ausreichend berücksichtigt. Die Vorstimulation ist zwar ein wichtiger Teil des Melkens,
aber eben nur ein Teil des gesamten Ablaufes, der Berücksichtigung finden muss.
Die nun melkbereite Kuh muß nun auch während des Melkens "bei Laune" gehalten werden. Dazu
müssen nun tiergerechte Vakuumabläufe im Melkzeug, optimale Pulsationsabläufe, die richtige
Positionierung des Melkzeuges und ein passendes Zitzengummi aufeinander abgestimmt werden.
Ein Zitzengummi, welches beim Melken "mitarbeitet", sichert den kompletten Melkerfolg.
STIMULOR ist dafür das passende Beispiel!
Es muss Bewegung im Melkzeug sein! Bei STIMULOR wird dies gesteuert durch die spezielle Gestaltung
des Zitzengummikopfes! So wird das Verkrampfen der Kuh auch während des Melkens
verhindert und ein 100prozentiger Melkerfolg gesichert.

Dateigröße90.46 kB
Dateityppdf (Dateityp: application/pdf)
Erstelleradmin
Erstellt am 27.07.2009 08:59
Zugriffe576 Zugriffe
Zuletzt geändert 27.07.2009 09:14
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AutorWestfalia Landtechnik
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