| Beschreibung | Seite 53 Workshop 5: Analysen mittels MLP-Daten und /oder Herdensoftware als Grundlage für Beratungen zur Verbesserung der Eutergesundheit (Senkung des Zellgehaltes) Frau S. Baumgart LKV Sachsen – Anhalt e.V. Der Milchviehbetrieb, der sich an der monatlichen Milchleistungsprüfung beteiligt, erhält eine Vielzahl von Daten und Kennziffern für Analysen der Milchleistung, der Milchinhaltsstoffe, der Milchqualität (somatischer Zellgehalt), der Reproduktion und Fruchtbarkeit sowie der Gesundheit seiner Herde. Sie werden als Dokumente oder Software-Dateien regelmäßig übergeben und sind wichtige Instrumente zur Überwachung der Managementmaßnahmen in den Milchviehherden. Im Workshop wird dargestellt, wie die Berater die softwaregestützten Datenanalysen wichtiger Kennziffern als Grundlage für das Erkennen von Schwachstellen in der Herdenführung nutzen können. Jeder Teilnehmer bekommt einen PC-Arbeitsplatz mit den Softwareprogrammen „Integrierte Bestandsbetreuung“ bzw. „Zuchtmanager“ und anhand eines Beispielbetriebes werden ausgewählte Kennziffern erstellt, analysiert und diskutiert. Die Kennziffern können saisonal und laktationsabhängig je Einzeltier oder Herde /Gruppe tabellarisch und grafisch dargestellt werden. Betriebsspezifische Tabellen mit allen vorhandenen Kennziffern und Daten sind individuell auswählbar. Schwerpunktmäßig wird auf folgende Controllingmodule eingegangen: - Milchleistungsprüfung Betrieb, Herde, Gruppe Einzeltier - Laktationskurve - Somatischer Zellgehalt aus der MLP - Ernährungszustand - Reproduktion - Inzidenzanalyse - Lebensleistung
Seite 54 Besonders bei den Beratungen zur Verbesserung der Eutergesundheit und Senkung des Zellgehaltes sowie der Fütterung dienen diese Daten dem Betriebsberater, um 1. sich im Vorfeld der Vorortberatung einen genauen Überblick über den Stand und das Niveau der Datenlage in der Milchviehherde zu verschaffen. 2. ständig während des Beratungszeitraums über die Veränderung der Datenlage informiert zu sein. 3. nach Abschluss der Beratung die vorhandene Datenlage und Effektivitätskontrolle in Umsetzung von Beratungsempfehlungen auszuwerten. Bei Bewertung der MLP – Daten wird auf die Zusammenhänge mit dem gesamten betrieblichen Milchviehmanagement in der Haltung, Fütterung, Hygiene, Melkroutine, Melktechnik, Reproduktion und veterinärmedizinische Überwachung hingewiesen. Weitere Auswertungsmöglichkeiten der MLP-Daten ergeben sich in Verbindung mit zielgerichteter Diagnostik aus zusätzlichen Maßnahmen wie z.B.: zytobakteriologische Viertelgemelksuntersuchungen, Schalmtest, Tupferproben über die Wirkung von Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen. Jeder Workshopteilnehmer ist aufgefordert aktiv mitzuarbeiten und seine Erfahrungen auf dem Gebiet der Datenanalysen, in Verbindung mit produktionstechnischer Beratung zur Verbesserung der Eutergesundheit, mit einfließen zu lassen. EIGENE NOTITZEN
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