Start Download Verzeichnis Melkbeobachtung als Ergänzung zur Technikprüfung nach DIN ISO 5707 und 6690
Details für Melkbeobachtung als Ergänzung zur Technikprüfung nach DIN ISO 5707 und 6690
ObjektWert
NameMelkbeobachtung als Ergänzung zur Technikprüfung nach DIN ISO 5707 und 6690
Beschreibung


Seite 51
Workshop 4b: Melkbeobachtung als Ergänzung zur Technikprüfung nach DIN ISO
5707 und 6690
Frau I. Model
Beratern für Milchqualität und Eutergesundheit ist die Überprüfung der Melktechnik nach
entsprechenden DIN ISO-Normen in den letzten 20 Jahren zu einem wichtigen Instrument
der Analyse geworden.
Die Begründung dafür ist in den folgenden Tatsachen des maschinellen Melkens zu finden:
- Die Melkmaschine arbeitet 365 Tage im Jahr an einem lebenden Organismus.
- Mit ihren physikalischen Kräften Unterdruck, Zug, Scherkräfte, Pumpeffekte und andere
wirkt sie auf das Euter als eines der empfindlichsten Organe des Muttertieres ein.
- Physikalische Kräfte gefährden die Eutergesundheit in der Weise, dass unkontrollierte
mechanische Einwirkungen die natürliche Abwehrfunktion der Zitze und des Euters
schwächen können.
- Vergleicht man die Einsatzstunden von 1000 bis 7000 Stunden jährlich mit den von
anderen landwirtschaftlichen Maschinen oder Kraftfahrzeugen, so steht für die Melkanlagen
eine vergleichsweise minimale Zeit für Wartung und Pflege zur Verfügung.
- Leider geht das Melken auch dann noch, wenn es der technische Zustand der Maschine
verbietet, weil die Kühe sich kaum gegen technische Mängel wehren.
Aus diesem Grund ist die Prüfung der Melkanlage nach DIN ISO 6690 und 5707 je nach Einsatzzeit
ein- bis zweimal im Jahr durch nichts zu ersetzten.
Das maschinelle Melken
Ursache Folge Auswirkung
Druckdifferenz
Atmosphäre -Vakuum
Druckdifferenz
Atmosphäre-Vakuum
Rückspray
Pumpeffekt
Rückfluss
Mechanische
Belastung der
Zitze
Verschluss der
Euter- u. Zitzenpassage
Transport von
Mastitiserregern
Minderung der
Abwehrfunktion
der Zitze
Hohe und ungleich
verteilt
Nachgemelke

Seite 52
Eine Tatsache sollte man aber bei dieser wichtigen Messung der Melktechnik nicht außer
Acht lassen: Die technisch gut eingestellte Melkmaschine richtet nur dann keinen Schaden
am Euter an, wenn der Mensch als Mittler zwischen Technik und Tier bewusst die anatomisch
- physiologischen Regulationen des Tieres beachtet und während des Melkens
kontrolliert.
Um bei Melkproblemen klare Aussage treffen zu können sollte der Berater folgende Bereiche
bewusst kontrollieren und für sich dokumentieren:
- Liegeflächen, Laufflächen, Zutrieb zum Melkstand, Vorwartehof,
- Treibehilfe, Personalstress, Gruppenreihenfolge, Eintrieb in den Melkstand,
- Melkroutine, Melkhygiene,
- Melktechnik am Euter, Bedienung der Melktechnik,
- Zustand der Euter
- Abkalbebereich, Einmelken der Färsen.
Aus diesen Beobachtungen, die sinnvollerweise schriftlich festzuhalten sind, ergibt sich oft
weiterer Bedarf für detaillierte Beratungsaufgeben wie Lactocorderberatung und Zitzenbonitur.
Im Workshop werden detaillierte Kontrollpunkte erläutert und in einer Checkliste zusammengefasst.
EIGENE NOTITZEN

Dateigröße114.4 kB
Dateityppdf (Dateityp: application/pdf)
Erstelleradmin
Erstellt am 26.08.2009 09:33
Zugriffe730 Zugriffe
Zuletzt geändert 26.08.2009 09:34
Homepage
AutorI. Model
Download Anzeigen


Zurück