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Details für Erfahrungsbericht Umbau mit 8 AMS - Management, Fütterung, Leistungs- und Gesundheitsentwicklung
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NameErfahrungsbericht Umbau mit 8 AMS - Management, Fütterung, Leistungs- und Gesundheitsentwicklung
Beschreibung


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Erfahrungsbericht Umbau mit 8 AMS - Management, Fütterung, Leistungs- und
Gesundheitsentwicklung
Herr J. Mothes
Marienhöher Milchproduktion Agro Waldkirchen GmbH, Irfersgrüner Str. 17,
08485 Lengenfeld
Dr. Lutz Daßler
Sächsischer Landeskontrollverband e.V., August Bebel Str. 6,
09577 Lichtenwalde
Betriebsspiegel
Die GmbH verfügt über eine Gesamtfläche von 1.190 ha (davon Grünland 340 ha, Ackerland
850 ha, Eigentumsfläche 185 ha). Im Weiteren werden eine Biogasanlage (Stromerzeugung
zur Einspeisung ins Netz mit einer Kapazität von 500 kWh) und eine Direktvermarktung
(Molkereiprodukte, Fleisch- und Wurstwaren, …) betrieben. Die GmbH verfügt über eine
Milchquote von 4.414.113 kg / Jahr sowie einen Tierbestand von 1.220 Rindern (davon 530
Milchkühe, 80 Mutterkühe, 40 Mastbullen, 4 Zuchtbullen), 187 Mutterschafe mit Nachzucht
sowie 270 Stück Damwild.
Investitionsvorhaben
Es wurde in acht Melkroboter für 530 Kühe mit 4 Melkgruppen (4 x 2 Melkroboter) investiert.
Am 09. Juni 2008, am 21. Juli 2008, am 01. September 2008 und Ende Oktober 2008
wurden jeweils 2 Roboter in Betrieb genommen.
Die Gesamtinvestition belief sich auf ca. 950.000 € einschl. Umbau, Melkroboter, Vorkühlung,
zwei Lagertanks a 14.000 Liter, Kipptränken, Kuhbürsten und Kehrautomaten. Der
Personalbestand konnte in der Milchviehanlage von 10 auf 6 Arbeitskräfte (AK) durch innerbetriebliche
Umsetzungen und Ruhestand reduziert werden. Es wurde dabei keine Arbeitskraft
entlassen!
Inbetriebnahme
Geplant waren 1 x 2 plus 2 x 3 Roboter. Entschieden wurde sich dann aber auf 4 x 2
Robotergruppen mit 105 - 115 melkenden Kühen. Dabei sind in jeder Gruppe alle
Laktationsnummern und -tage vertreten. Ausnahme bildet die erste Laktation, die für sich
aufgestallt ist.
Die Milch wird in zwei Direktverdampfertanks mit je 14.000 l gekühlt. Es existiert kein
Zwischentank, jedoch eine Vorkühlung mit Tränkwasser.

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Es wurde ein Lehrgang von Lely 4 Wochen nach Inbetriebnahme besucht und ca. halbjährlich
findet eine Weiterbildung statt.
Die ersten zehn Tage wurden die Melkroboter auf Gewöhnung gestellt, so dass es möglich
war, 110 Kühe in 8 h einzumelken. Es wurden allerdings 6 - 7 Mann für 2 Roboter benötigt.
Von den 522 Kühe mussten nur 5 Kühe (Euter zu tief, Strichstellung) selektiert werden. Im
Weiteren ist kein Tier zugekauft worden.
Management
In den ersten 14 Tagen wurde auf den gelenkten Kuhverkehr zurück gegriffen, danach frei.
Der Vorwartebereich ist für 5 - 6 Kühe absperrbar. Nachgetrieben wird ab 15 h aufwärts, was
etwa 2 - 8 % der Kühe betrifft. Die Melkhäufigkeit beläuft sich auf 2,9 bis 3,1 mal/Tag.
Zur Betreuung werden bei einer 40 Stundenwoche 1 Anlagenleiter, 3 AMS-Betreuer (Tag,
Nacht, frei), 2 Fütterer (früh, abends), 1 Kälber und Reproduktionsbereich benötigt. Vertretungen
werden durch Lehrlinge abgefangen. Es existiert ein Servicevertrag (ohne Verschleißteile,
Gummiteile, …) bei Technikausfall. Dazu wird ein Reparaturhandbuch geführt.
Auf Grund der räumlichen Gegebenheiten sind acht Trockenstehergruppen bei zwei
Fütterungsgruppen (Trockensteher und Vorbereiter) möglich. Trockengestellt wird alle
14 Tage bei einer Trockenstehzeit von 6 - 8 Wochen.
Die Milchleistungsprüfung (MLP) wird seit dem 25. Mai 2009 mit nur noch 2 Proben durchgeführt.
Bis dahin wurde jedes Gemelk beprobt. Nur eine Probe geht nicht !!
In Bezug zur Eutergesundheit sind Zellzahlkühe nach Ansicht des Betriebes nur in der
Trockenstehzeit ausheilbar. Zum Trockenstellen wird eine bakteriologische Untersuchung
zum Test auf Wirksamkeit der Medikamente (Antibiogramm) durchgeführt. Jeder Kuh wird
ein Trockensteller verabreicht. Zusätzlich wird mit einem internen Zitzenversiegeler gearbeitet.
Bei externen wurden keine guten Erfahrungen gemacht.
Die Klauen werden aller 5 Monate in Verbindung mit Abflammen der Euter geschnitten. Dazu
kommen eventuelle Notfälle. Ein Klauenbad erfolgt zweimal die Woche.
Gefüttert wird eine Teilmischration plus aufgewertetes Kraftfutter (Pellet → rascheln). Dabei
werden bis 80 Tage fest bis 8 kg im Roboter verabreicht. 4 x täglich wird eine Leistungsfütterung
über Abruffütterung im Melkroboter realisiert. Es kommen zwei Mischfutter zum
Einsatz, zum einen ein Milchleistungsfutter 20/4 (ca. 300 g Stärke, 4 % geschütztem Fett,
übliche Gehalte an Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen und zum anderen ein
Milchleistungsfutter 18/4 (Start) mit zusätzlich 15 % Körnermais, Lebendhefe, Niacin, Cholinchlorid
und Biotin. Das 18/4 wird nur bis zum 60. Melktag eingesetzt und danach wird bis
zum 70 abgefüttert. Die Grundration auf 30 kg Milch auszulegen, hat sich nicht bewährt. Dies

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führte zu einer geringeren Besuchsquote in den Melkrobotern. Deshalb wird die Ration zur
Zeit für 24 kg Milch berechnet. Die Lely-Empfehlung beinhaltet den Herdendurchschnitt
minus 6 bis 7 kg = Grundfutterration. Die max. Kraftfuttermenge pro Besuch im Lely sollte
max. 2,9 kg / Besuch bei 8 kg am Tag betragen.
Den Gruppen stehen je zwei Trogtränken plus acht Selbsttränken zur Verfügung.
Zusammenfassung
 Gruppengröße max. 120 Tiere (2 Melkroboter), ist aber milchmengenabhängig
 Gruppenzusammenstellung ist wichtig für Ablauf und Auslastung des Melkroboters
 durchschnittliche Besuchsraten
 Altkühe/Jungkühe: 2,9 - 3,1
 Jungkühe mehr Verweigerungen
 Melkdauer
 Melkroboter max. 25 min/Kuh und Tag (2,9 - 3,1 Melkungen)
 die Kühe sind seit der Umstellung viel ruhiger und ausgeglichener
 deutlich verbessertes Rinderverhalten
 stark verbesserte Brunsterkennungsrate durch Aktivitätsmessung
EIGENE NOTITZEN

Dateigröße145.86 kB
Dateityppdf (Dateityp: application/pdf)
Erstelleradmin
Erstellt am 26.08.2009 09:35
Zugriffe1132 Zugriffe
Zuletzt geändert 26.08.2009 09:36
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AutorJ. Mothes & Dr. Lutz Daßler
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