| Beschreibung | 1 Eutergesundheitsmanagement - Nutzung der Werte aus der MLP zur Herdensanierung VR Günter Lehmann‚ Tiergesundheitsdienst Thüringen, Naumburger Str.96, 07743 Jena Thesen zum Workshop: Aus der Analyse der Zellzahlergebnissen der Milchleistungsprüfung ergeben sich Schlussfolgerungen hinsichtlich Trockenstellens der Kühe, Therapie in der Laktation, Bewertung des Kolostrums und Einschätzung des Managements. Bewertet werden: 1. Anteil „eutergesunder“ Kühe aus den Gesamtdaten der MLP Bewertet wird der Anteil der Kühe über 250 000 Zellen/ml. Dieser wird mit dem Landesdurchschnitt verglichen. Er liegt in der Regel bei 25 %. Betriebe mit einem Anteil unter 10 % sind als sehr gut einzuschätzen. 2. Anteil „eutergesunder“ Kühe nach dem Abkalben (Vergleich vor dem Trockenstellen — nach dem Abkalben) Es gibt zwei Möglichkeiten: Anstieg der Zellzahl bei vorher „gesunden Kühen“ = „latente Infektion“ in der vorhergegangenen Laktation oder Neuinfektion, Therapie der infizierten Viertel vordem Trockenstellen, ungenügender Schutz vor Neuinfektion in der Trockenstehphase. weiterer Anstieg bei bereits vorhandener Zellzahlerhöhung („subklinische Mastitis“) Therapie der Zellzahlviertel vor dem Trockenstellen. In der Regel sind beide Möglichkeiten vorzufinden, sodass in Problembetrieben vor dem Trockenstellen eine Therapie der infizierten Viertel und /oder der Zellzahlviertel erfolgen muss. 3. Anteil „chronischer“ Zellzahlkühe (Einzeltiere liegen mehrere Monate über der Norm) erhöhte Zellzahl beginnt mit dem Abkalben, Schlussfolgerung: Fehler beim Trockenstellen erhöhte Zellzahl tritt im Laufe der Laktation auf, Fehler liegen vorwiegend im Bereich des Managements, der Melk- und Stallhygiene. Der Anteil „ chronischer“ Zellzahlkühe beträgt in einer gesunden Herde nicht mehr als 2—3%.
2 4. Anteil „eutergesunder“ Färsen/Jungkühe erste Laktation - Anteil Tiere über der Norm Fehler liegen vorwiegend im Bereich des Managements, der Stall- und Melkhygiene erste MLP nach dem Abkalben Ursachen liegen vorwiegend in der Eutergesundheit der Mütter und des Managements. Normalerweise beträgt zum Zeitpunkt des Kalbens der Anteil „Problemfärsen“ in einer eutergesunden Herde nicht mehr als ca. 5%, in der ersten Laktation ist er unter 20%.
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